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Nach der ersten öffentlichen Präsentation in der ehemaligen Zentralwerkstatt auf Zollverein im April 2011 und in der NRW-Vertretung in Berlin kehrt das 16 x 9 Meter große und aus 81 Bildern bestehende Werk ‚Die Triptychen‘ auf das Weltkulturerbe Zollverein zurück. 

10 Jahre hat er an dem Werk gearbeitet, 5 davon alleine mit der Recherche, Sichtung und Selektion von Fotomaterial verbracht. Fünf weitere Jahre malte Klaus Armbruster an seinem Werk. Ein guter Film lebe nicht vom Inhalt alleine, so der Künstler und Filmemacher. Die Abfolge der Bilder, die untereinander kommunizieren und so eine Dramaturgie erzeugen, seinen sehr wichtig. Ähnlich verhält es sich mit den 81 Bildern in seinem Werk. Die Bilder kommunizieren untereinander. Dabei gibt es keine vom Künstler vorgeschriebene Leseweise, sondern jeder Betrachter ‚liest‘ die das Gesamtwerk individuell und bringt dazu seine eigene Erlebniswelt mit. 

Die Bilder kommunizieren miteinander 

Grundlage für das aus 81 einzelnen Tafelbildern bestehende Gesamt-Triptychon waren Schlüsselmotive des Multimedia-Projektes RUHRWERK, das Klaus Armbruster zusammen mit dem Komponisten Wolfgang Hufschmidt 1998 uraufführte. Die 81 Einzelbilder wurden in einemmalerischen Prozess Pinselstrich um Pinselstrich auf die Leinwand übertragen. An manchen Köpfen habe er wochenlang gemalt, so Klaus Armbruster und so bekämen die Bilder eine viel stärkere Tiefe und damit auch eine viel stärkere Wirkung als eine Fotographie. 

Die alte und die neue Arbeitswelt 

Die ausgewählten Motive zeigen die Menschen sowie die alte und neue Arbeits- und Lebenswelt im Ruhrgebiet. Jede der fünf Bildsequenzen, die sich horizontal über das Gesamt-Triptychon reihen, enthält eine Erzählebene: Szenen der Nacht, Leben in der Stadt, neue Arbeitswelten, das alte Ruhrgebiet, der Mensch und die Elemente. Je nach Lesart – von links nach rechts, von oben nach unten oder frei springend – setzen sich Alltagszenen und menschliche Porträts immer wieder neu zusammen. Der Titel “Die Städte sind für dich gebaut” geht auf Bertolt Brechts Gedichtband „Lesebuch für Städtebewohner“ zurück. RUHRWERK, Ausgangsproduktion für die Tafelbildmontage, entstand in Anlehnung an das ‚Ruhrepos‘, einer Produktion, an der Bertolt Brecht, Kurt Weill und Carl Koch in den 1920er Jahren arbeiteten.