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Wie aus schönen Erlebnissen guter Content wird

 

Eine gelungene Veranstaltung bietet jede Menge Geschichten, Bilder und besondere Momente. Aber wie schafft man es, diese auch für die eigene Kommunikation zu nutzen? Was gehört bereits in die Eventplanung und welche Inhalte funktionieren auf LinkedIn wirklich? Auch die Frage, welche Rolle KI dabei heute spielt, darf natürlich nicht fehlen. Über all das haben wir mit Dina Ruthop von der Agentur Frese & Wolff in Oldenburg gesprochen. Sie bringt ihre Expertise aus Social Media und digitaler Kommunikation ein und verrät, wie Eventplaner mehr aus ihren Veranstaltungen herausholen – vorher, währenddessen und danach.

  Dina Ruthop von Frese & Wolff in der Grand Hall Zollverein vor historischer Industriekulisse.

Dina, starten wir direkt mit der Planung: Was können Eventverantwortliche schon bei der Konzeption einer Veranstaltung beachten, damit am Ende auch richtig guter Social-Media-Content entsteht?

Man sollte das Thema direkt mitdenken und aktiv in die Planung einbeziehen und nicht erst nach dem Event überlegen, was man wohl gut posten könnte. Gibt es besondere Momente, die wir unbedingt festhalten möchten? Sind spannende Gesprächspartner für kurze Interviews am Start? Oder gibt es Bereiche und Aktionen, die sich besonders gut für Fotos und Videos eignen? Auch die Location spielt dabei eine Rolle – ein außergewöhnlicher Ort bietet natürlich viel mehr visuelle Anknüpfungspunkte als ein austauschbarer Tagungsraum.

Am Anfang steht immer die Zielgruppe: Was sollen die Menschen sehen, die nicht dabei sein können und welchen Mehrwert bieten wir ihnen? Daraus resultieren die Plattformen: Welche bespielen wir, welche sind geeignet und welche Platzierungen müssen wir dafür bedienen? So können Fotos und Videos von Anfang an passend für die jeweiligen Kanäle produziert werden. Nicht zuletzt muss das Thema Contenterstellung auch bei der Personalplanung eine Rolle spielen: Social Media und Dokumentation des Events ist keine „Nebenbei-Aufgabe“.

Und wenn das Event läuft: Welche Inhalte funktionieren auf LinkedIn aktuell besonders gut – und welche können wir uns eher sparen?

Ein klassischer „Wir waren dabei“-Post mit fünf Veranstaltungsfotos und drei Sätzen funktioniert natürlich, aber damit verschenkt man viel Potenzial. Spannender sind persönliche Eindrücke, interessante Aussagen von Teilnehmenden oder Speakern, überraschende Erkenntnisse und kleine Geschichten, die hinter dem Event stecken. Auch ein Blick hinter die Kulissen kommt meistens gut an. Das alles dann in mehreren Postings, auch um den Algorithmus am Ball zu halten, und eine abwechslungsreiche Mischung aus Bildern und Videos im richtigen Format.

Die wichtigste Frage ist immer: Warum sollte jemand, der nicht dabei war, diesen Beitrag lesen wollen? Wenn wir darauf eine gute Antwort haben, sind wir schon auf einem ziemlich guten Weg.

Die Veranstaltung ist vorbei – aber für die Kommunikation geht es jetzt im Idealfall erst richtig los. Wie lässt sich aus einem Event möglichst viel Content für danach herausholen und was kann ich konkret posten?

Statt alles in einem einzigen großen Rückblick zu bündeln, lohnt es sich, die Inhalte aufzuteilen. Aus einem Event lassen sich über mehrere Wochen ganz unterschiedliche Inhalte entwickeln: ein Blick auf besondere Programmpunkte, spannende Zahlen und Fakten zum Event, die wichtigsten Learnings, Experten-Tipps, Best-of-Fotos oder ein kurzer Highlight Film, Video-Statements von Teilnehmenden, Behind-the-Scenes-Einblicke zu Aufbau, Technik, Team oder besonderen Momenten, ein Follow-up mit weiterführenden Links oder Materialien. Auch einzelne Vorträge oder Themen können später noch einmal aufgegriffen und als eigener Beitrag vertieft werden. So wird aus einem Veranstaltungstag eine ganze Content-Bibliothek.

Und dann ist da natürlich noch das große Thema KI. Wo kann sie uns bei der Eventkommunikation wirklich Arbeit abnehmen – und wo sollten wir lieber selbst ran?

KI kann an vielen Stellen Zeit sparen und Prozesse beschleunigen – zum Beispiel bei der Ideenfindung, beim Strukturieren von Inhalten oder bei der Vorbereitung von Interviews. Auch aus vorhandenem Material lassen sich schnell unterschiedliche Content-Varianten erstellen. Gerade bei Events würde ich aber nicht versuchen, alles zu automatisieren. Die persönlichen Begegnungen, echten Erlebnisse und kleinen Geschichten machen eine Veranstaltung schließlich aus. KI kann uns helfen, diese Inhalte schneller aufzubereiten und weiterzuentwickeln. Erleben, einordnen und erzählen sollten wir sie aber weiterhin selbst.

Grand Hall - Mareike Kuntke - Verkaufsleitung

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